NABU-Kids

Der NABU-Weilerbach auf neuen Wegen!

Kinder sind die Zukunft. Wir müssen und sollten sie gezielt an die Natur heranführen. Deshalb haben wir 2024 Mitmachaktionen für Kinder von 6-10 Jahren ins Leben gerufen.

Die Kinder können zu aktuellen und spannenden Themen unsere Natur erkunden und spielerisch viel über unsere einheimischen Tiere und Pflanzen erfahren. Denn nur was ich kenne, bin ich auch bereit zu schützen. Dabei werden sie ganz selbstverständlich sensibel für Umweltthemen.

Das haben wir 2024 erlebt!

 

Schau doch mal vorbei!

Das haben wir 2025 erlebt!

 

Schau doch mal vorbei!

Aktuelles von NABU Kids

Kühle Temperaturen oder Regenwetter können die NABU Kids nicht aufhalten. Auch im Winter gibt es viel zu entdecken. Bäume können sich keinen Wintermantel anziehen oder ein Winterfell zulegen. Wie kommen denn unsere Bäume gut durch den Winter?

Solchen spannenden Fragen gehen wir NABU Kids auf den Grund und dabei lernen wir jede Menge über die Wunder unserer Natur.

Unsere Erlebnisse 2026!

 


September

22.09.2026

Streuobstwiese Teil 2

An diesem Dienstag ging es bei herrlichem Sonnenschein erneut auf die sog. Storchenwiese in Rodenbach.

Zunächst unterhielten wir uns noch mal darüber, was eine Streuobstwiese ausmacht und welche Vorzüge sie bietet.

Warum die Streuobstwiese besonders für Tiere wichtig ist und welche Tiere, bzw. Tierspuren es auf der Streuobstwiese zu entdecken gibt, damit wollten wir uns im Besonderen beschäftigen.

Daher war der Hauptteil unseres Nachmittags sehr praktisch…

 

 

Jedes Kind bekam einen „Entdeckerzettel“ als Hilfestellung, eine Becherlupe, einen Kescher und auf unserer Picknickdecke lagen etliche Bestimmungsbücher bereit.

Die Kinder machten sich in Kleingruppen begeistert auf den Weg, um z.B. einen kleinen Schmetterling, einen Grashüpfer, Spinnen, Wespen, Blattläuse, Ameisen, etc. zu finden und teilweise für kurze Zeit zur Beobachtung einzufangen.

Im dort angelegten Insektenhotel entdeckten wir auch ein noch belebtes Wespennest, verschiedene Erdlöcher von Mäusen, Spinnennetze, Maulwurfshügel und zur Freude der Kinder auch einen Apfelbaum, der voller kleiner leckerer Äpfel hing und der immer wieder Anziehungspunkt war, um mal eben naschen zu können.

Zu guter Letzt haben wir all unsere Entdeckungen zusammengetragen und uns noch über die Nahrungskette unterhalten.

Also wer frisst wen oder was ?

So wurde deutlich, dass wenn ein Glied in der Kette fehlt, vielleicht aufgrund von Schädlingsbekämpfung, dies auch Auswirkungen auf das nächste Glied in der Kette hat, dass auf die Nahrung angewiesen ist.

Wir haben aber auch festgestellt, dass ein Tier auch für mehrere Tiere als Nahrungsquelle dienen kann. Aufgrund dieser „Querverbindungen“ spricht man daher oft auch von einem Nahrungsnetz.


08.09.2026

Streuobstwiese Teil 1

Heute trafen wir uns an Waldfreibad in Rodenbach um gemeinsam zur nahe gelegenen Storchenwiese zu laufen. Zwar ist sie keine typische Streuobstwiese, wie man sie von früher kennt, kommt dem Konzept aber nahe. So unterhielten wir uns zunächst einmal darüber, was eine Streuobstwiese überhaupt ausmacht und warum früher Hochstämme als Obstbäume verwendet wurden. Durch die Vermeidung von künstlicher Düngung und Spritzungen bietet sie einen Rückzugsort für eine Vielzahl von Tieren.

Doch zunächst wollten wir die auf der Wiese vorkommenden Obstbäume etwas näher bestimmen. Die Kinder versuchten, unterschiedliche Arten zu finden. Am einfachsten war dies anhand ihrer Früchte, aber viele Bäume hatten keine (mehr), sodass Blätter oder äußeres Erscheinungsbild herhalten mussten. Wir verglichen die gesammelten Blätter und Früchte und stellten fest, dass wir neben den zahlreichen Apfelbäumen einige Birnen, mehrere Quitten, ein paar Kirschbäume sowie Zwetschgen und Pfirsich gefunden hatten. Natürlich durfte im Anschluss daran ein Probieren des Obstes nicht fehlen. Während wir diverse Früchte und Quittengelee aßen, unterhielten wir uns noch über die Entwicklung des Apfels von der Blüte bis zur Ernte und zählten, wie viele Kammern und Kerne sich eigentlich in einem Apfel befinden.

Im Anschluss daran betrachteten wir die verschieden alten Bäume um herauszufinden, woran man junge von alten Bäumen unterscheiden kann. Neben dem Zustand der Rinde und dem Vorhandensein von Flechten fiel uns durch Messungen auf, dass ein junger Baum zwar genauso hoch sein kann wie ein alter, sein Stammumfang aber noch deutlich dünner ist.


August

25.08.2026

Farben der Natur

Welche Farben finden sich in der Natur und warum ist nicht einfach nur alles schwarz-weiß ?

Diese und andere Fragen beschäftigten uns bei unserem 1.Treffen nach der Sommerpause.

Zunächst gab es neben den Ideen der Kinder viele Bildeindrücke, wie bunt die Natur und Tierwelt sich zeigt, auch im Wechsel der Jahreszeiten.

Welche Bedeutung Farben besonders in der Tierwelt haben, war eine weitere spannende Frage, worauf die Kinder tolle Antworten gefunden haben und mit denen wir uns anschließend Schritt um Schritt genauer beschäftigt haben.

1. Farbe als Tarnung oder die Kunst nicht gesehen zu werden !

Anfangs durften die Kinder verschiedene Tiere auf „Suchbildern“ finden. Man musste schon teilweise sehr genau hinschauen, um im Laub das „wandelnde Blatt“ zu entdecken.

Wie gut die Tarnung „funktioniert“ haben wir beim Spiel „getarnte Käfer“ selber erlebt. An einer kleinen Wegstrecke lagen verschieden farbige Papierstücke (Käfer). Die Kinder sollten im Vorbeilaufen abschätzen welche Farbe sie am häufigsten gesehen haben. Erstaunlich war, dass von allen Farben gleich viele verteilt waren. Manche Käfer mussten wir intensiv suchen und haben doch nicht alle gefunden.

Somit wurde deutlich wie überlebenswichtig Tarnung für so manche Tiere ist, um nicht von Fressfeinden entdeckt zu werden.

2. Warnung : Vorsicht giftig !

So schön bunt viele Amphibien, wie z.B der Feuersalamander auch gefärbt sind, signalisieren sie damit doch Giftigkeit und sollen mögliche Feinde abschrecken.

3. Täuschen (Mimikry)

Einige Tiere oder auch Pflanzen ahmen das Aussehen, den Geruch oder Geräusche anderer Arten nach, um sich zu schützen oder auch Beute anzulocken, wie z.B. die Schwebefliege.

4. Beeindrucken und Werben

Zahlreiche Pflanzenarten beeindrucken durch auffällig gefärbte Blüten und Früchte und sichern damit ihre Bestäubung und Weiterverbreitung.

In der Tierwelt wird ebenso mit Farbe geworben, besonders Vögel schauen genau wie sich ein möglicher Kandidat optisch präsentiert.

5. Farbe statt Sprache

Interessant war, das manche Tierarten, wie z.B. das Chamäleon mit Farben sogar Gefühle, wie Angst oder Wut, ausdrücken.

 

Abschließend durften die Kinder selber Farben auf’s Papier bringen mit dem was sich um uns herum nach dem heißen Sommer noch finden ließ.

So wurden Löwenzahn, Kleeblüten, Brombeeren, Erde, Ferkelkraut, Gräser,… auf’s Papier gedrückt und gerieben, was doch erstaunlich schöne Farben ergeben hat.


Mai

05.05.2026

"Experimente mit den Sinnen und dem eigenen Körper"

An diesem Dienstag drehte sich bei unserem Treffen alles um das Thema Experimente. 

Verschiedene Stationen luden zum selbstständigen Durchführen von Versuchen ein.

So fanden wir unter anderem heraus, wie man mithilfe eines Glases Wasser eine Münze verschwinden lassen kann oder wie unterschiedlich verschiedene Papierarten Wasser aufsaugen bzw. leiten. Mit Hilfe von Luftballons und Strohhalmen bauten wir eine Rakete, die an einer Schnur entlang flog oder stachen mit einer Nadel ein Loch in einen Ballon, ohne dass dieser platzte.

Zusätzlich fanden wir heraus, wie leicht sich unsere Augen täuschen lassen und dass es Bilder gibt, in denen wir nicht das gleiche sehen wie eine andere Person. So kam es zu deutlichen Diskussionen darüber, ob ein Foto einen Entenkopf mit offenem Schnabel zeigt oder ob wir hier vielleicht doch einen Hasen sehen. Auch die bunten Bilder, die mit etwas Übung richtig betrachtet Tiere oder Gegenstände in 3D entstehen lassen, faszinierten die Kinder sehr.

Immer wieder erneut lustig durchzuführen war auch der "schwebende Arm", bei dem das Gefühl entsteht, dass der eigene Arm wie von Geisterhand nach oben gezogen wird.


Februar

24.02.2026

"Vögel beobachten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Köperbau"

Nach der Winterpause starteten wir wieder mit den Nabu Kinds, dieses Mal zum Thema "Vögel beobachten".

Zunächst durfte jedes Kind Vögel benennen, die es schon kennt und wir betrachteten und beschrieben ihr Aussehen anhand von Bildern und überlegten, auf welche Dinge wie etwa Farbe des Gefieders, Größe oder Aussehen des Schnabels wir bei der Unterscheidung achten können. 

Danach machten wir uns Gedanken darüber, welche Körperteile ein Vogel hat und wo wir sie bei uns selbst wiederfinden können. Eine Zeichnung eines Vogelskeletts versetzte die Kinder aufgrund der wenigen und auch leichten Knochen in Erstaunen.

Nachdem die Kinder bei einem Spiel in die Rolle eines Vogels geschlüpft waren, der sein Ei gegen einen heranschleichenden Eierdieb verteidigen muss, übten wir den Umgang mit Ferngläsern, indem wir den Vogel auf einer weit entfernten Abbildung mithilfe des Fernglases identifizieren mussten.

 

Nun schlichen wir uns auf mehr oder weniger leisen Sohlen in den angrenzenden Wald um Vögel zu beobachten.

Die lautstark krächzend über uns hinwegziehenden Rabenkrähen konnten kaum schnell genug mit dem Fernglas erfasst werden, aber nach einiger Zeit fiel es den Kindern merklich leichter, auch im Gebüsch und auf den Bäumen Vögel zu finden.

 

Nicht alle waren leicht bestimmbar, aber eine ganze Weile konnten wir zwei Kleiber beobachten, die hoch oben an einem Baumstamm hinauf und hinab liefen und dabei so kräftig auf den Ästen hackten, dass sie alleine durch die stets herabfallenden Reste leicht auffindbar waren.

 

Zurück aus dem Wald stellten wir uns die Frage, warum Vögel eigentlich so unterschiedliche Schnäbel haben.

Ausgestattet mit diversen Werkzeugen - lange und kurze Pinzetten, Zangen, Löffel und Sieblöffel - probierten die Kinder die Möglichkeiten des Aufnehmens bzw. Zerkleinerns von Nüssen, Haushaltsgummi-Regenwürmern, Gummibärchenlarven oder Erbsen aus tiefen Löchern, vom Boden oder aus dem Wasser aus.

Zuletzt beschäftigten wir uns mit dem Gewicht der Vögel.

Zum einen sollten die Bilder ausgewählter Vogelarten von allen Kindern gemeinsam in eine Reihenfolge gebracht werden, begonnen beim nur 5 - 6 g schweren Wintergoldhähnchen bis hin zum über 12 kg erreichenden Höckerschwan. 

Es war gar nicht so einfach einzuschätzen, ob nicht der Storch vielleicht doch noch schwerer ist. Um zu verdeutlichen, was diese abstrakten Gewichte überhaupt bedeuten, durften die Kinder ihnen bekannte Alltagsgegenstände wie eine kleine Schokoladenkugel, eine Packung Linsen oder zwei Säcke Kartoffeln dem Vogel zuordnen, der ihrer Meinung das gleiche Gewicht auf die Waage bringt. 


März

10.03.2026

"Gesang der Vögel"

Unser zweites Treffen stand ganz im Zeichen des Vogelgesangs. Zu Anfang machten wir uns Gedanken darüber, warum Vögel überhaupt singen. Während Anlässe wie Partnersuche oder Revierverteidigung bei den meisten Kindern bekannt sind, staunten wir zusammen darüber, welch großes Repertoire an verschiedenen Rufen und Gesängen ein einziger Vogel für die verschiedensten Gelegenheiten wie Balz, Warnungen, Nestbau oder Aufzucht der Jungen hat. 

Im Anschluss daran hörten wir uns die charakteristischsten Laute einiger einheimischer Vögel an, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. Jedes Kind bekam dazu auch das Bild eines Vogels in die Hand und wir unterhielten uns darüber, welche Assoziationen uns beim Hören in den Kopf kamen. Klar, den Kuckuck kennt fast jeder, das Gemecker der Elstern auch, aber auch das schallende Gelächter des Grünspechts oder der ständig seinen eigenen Namen rufende Zilpzalp blieben einigen Kindern direkt im Gedächtnis, was sie beim anschließenden Spiel unter Beweis stellen konnten.

Die wild über eine Wiese verteilten Vogelkarten mussten dabei passend zu den vorgespielten Gesängen aufgesucht werden. 

Auf unserem weiteren Weg machten wir uns Gedanken darüber, welche Geräusche Vögel eigentlich noch machen, sei es das Klappern der Störche, das Hämmern der Spechte oder das laute Geräusch, das Tauben vor allem beim Losfliegen verursachen können.

 

Wir lernten außerdem den Star kennen, der so wunderbar andere Vögel nachahmen kann, und uns mit vorgespielten Hörbeispielen seiner Imitationen von Hühnern, Fröschen oder fallenden Tropfen zum Lachen brachte.

Um zu veranschaulichen, zu welch unterschiedlichen Zeiten Vögel zu singen beginnen, malten wir einen großen Zeitstrahl auf den Boden, der die Zeit zwischen Nacht und Sonnenaufgang darstellte. 

Zum Abschluss versetzten sich die Kinder in die Lage eines Vogelpaares, das anhand von gemeinsam ausgewählten Klopfgeräuschen wieder sicher zueinander finden musste.

 


April

14.04.2026

"Balz und Nestbau der Vögel"

Den letzten Termin unserer Vogelserie begannen wir mit einem Spiel, bei dem die über die Wiese verstreuten Abbildungen diverser Vogelweibchen den entsprechenden Männchen zugeordnet werden sollen.

Weißstorch- oder Zaunkönigpaare waren dabei leicht zu finden, wohingegen Arten wie Fasane, Amseln, Stockenten oder Gimpel zu Diskussionen über die richtige Paarung führten. Als alle Pärchen gefunden waren, überlegten wir gemeinsam, welche Vögel überhaupt zu sehen sind, wer jeweils das Männchen und das Weibchen ist und weshalb diese spezielle Färbung sinnvoll ist.

Am Ende war klar: Bunt und herausgeputzt sind bei den Vögeln die Männer.

 

Nun war es Zeit, uns mit den verschiedenen Balzverhalten der Vögel zu beschäftigen.

Ausgestattet mit diversen Utensilien wie Pappschnäbeln, bunten Tüchern zum schick machen, Klappern, Nestattrappen und Halmen und Zweigen vom Wegrand stellten wir unter großem Gelächter der Zuschauer in Zweierpaaren die teilweise skurrilen Verhaltensweisen der Vögel dar. 

Im Anschluss daran betrachteten wir auf Fotos unterschiedliche Nesttypen von Vögeln, bevor jedes Kind - unterstützt durch ein Grundgerüst aus Draht - ein eigenes Nest aus Halmen, Ästchen und Moos bauen durfte.

Das war trotz des Drahtes ganz schön schwer und wir bewunderten die Vögel, die diese Aufgabe so viel akkurater und überwiegend mit ihrem Schnabel meistern.

Die Kinder steckten sehr viel Mühe und Zeit in den Bau ihrer Nester und so entstanden wunderschöne, kleine Kunstwerke, die mit ein paar Ostereiern darin stolz nach Hause getragen wurden.