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Porträts ausgewählter Obstbäume

Frankelbacher Weinbirne / Mostbirne

(Pfälzer Obstsorte des Jahres 2007)

Sie hat charakteristische kreisrunde Blätter, weißroséfarbene Blüten mit leichten Lilatönen, viele kleine, goldbraune Früchte mit lachend roter Backe und in Eulenbis (Kreis Kaiserslautern) sogar ein eigenes Museum. Die "Frankelbacher Orsborner Weinbirne" wurde vom Arbeitskreis "Historische Obstsorten der Pfalz" zur "Pfälzischen Obstsorte des Jahres 2007" gewählt.

Synonyme: Frankelbacher, Orsborner

Herkunft/Verbreitung: Frankelbach im Kreis Kaiserslautern; der Mutterbaum stand dort in der Gewanne Orsborn, maß 6,2m Stammumfang und galt als größter Birnbaum Europas; Lokalsorte der Nord-/West-Pfalz, inzwischen wieder stärker vermehrt, sehr alt (vor 1600).

Frucht: klein bis mittelgroß, länglich-kreiselförmig, baumreif hellgrün mit roter Deckfarbe, meist mehr oder weniger berostet, Stiel mittellang, Fleisch fest, feinkörnig, Geschmack süß, würzig, gerbstoffhaltig

Bodenvehältnisse: geringe Ansprüche

Baum: starkwüchsig und sehr alt werdende Bäume

Reifezeit: Mitte September

Verwendung: Wirtschaftsbirne (vor allem für Birnenwein; Kochbirne, Schnitze, Dörren, zum Brennen)

 

Süßkirsche "Große Prinzessinkirsche" / "Napoleonkirsche"

Diese alte Sorte zählt zu den Korpelkirschen. Vermutlich aus Holland stammend wurde sie Ende des 18. Jahrhunderts im gesamten deutschsprachige Raum verbreitet. Sie ist auch heute noch auf vielen alten Streuobstwiesen zu finden. Die Große Prinzesskirsche ist zudem unter dem Namen Süßkirsche Napoleon  und Kaiserkirsche bekannt.

Die Früchte sind sehr groß, fest und saftig, leicht gelb mit einer leuchtenden roten Deckfarbe und einem guten Aroma. Ernten kann man bei entsprechendem Witterungsverlauf ab Ende Juni, Anfang Juli. Die Erträge sind regelmäßig und hoch. Die Kirsche ist aufgrund ihres guten Geschmackes als Tafelkirsche geeignet. Der Baum stellt an den Boden keine besonderen Ansprüche.