NABU Weilerbach > Nachricht lesen

Hütschenhausener Bruch - Flächen für Wiesenpieper und Co.

NABU Flächen im Hütschenhausener Bruch
Die NABU Wiesen im Hütschenhausener Bruch

Im Hütschenhausener Bruch konnte die NABU Bezirksgruppe Pfalz e.V. in Kooperation mit der NABU Gruppe Weilerbach rund 3 ha extensives Grünland im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens erwerben.  Der Flächenerwerb wurde gefördert von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit Mitteln der Glücksspirale. Zielart ist zum Beispiel der sehr selten gewordene Wiesenpieper.

Das Flurbereinigungsverfahren ermöglichte dem NABU den Flächenkauf, eine gute Chance, die nicht oft besteht. Die Wiesen liegen im Bereich des Vorkommens selten gewordener Vogelarten. So konnte im Gebiet der Wachtelkönig brüten. Er braucht feuchte Wiesen, die erst spät gemäht werden, worauf der NABU auf seinen neuen Wiesen nun Einfluss nehmen kann.

Eine wichtige Zielart ist der Wiesenpieper. Das Bruch ist eines der letzten Schwerpunktvorkommen in Rheinland-Pfalz, mit 10 - 20 Brutpaaren. Auch diese Art ist auf extensiv genutztes Grünland angewiesen. Durch die Schaffung guter Bedingungen auf den Wiesen des NABU soll ein Beitrag geleistet werden, damit sich der Wiesenpieper weiterhin am Ort halten kann.

Auch Kraniche nutzen das Bruch immer wieder als Rastplatz, wenn sie ihren (regelmäßig stattfindenden) Zug über das Gebiet wegen widrigem Wetter unterbrechen müssen. Sie brauchen dafür eine beruhigte Zone, damit sie nicht aufgeschreckt werden. Somit ist es wichtig, dass Areale mit reduzierter landwirtschaftlicher Tätigkeit vorhanden sind.

Nicht zu vergessen die Amphibien. Die Schaffung von vernetzten Gewässer-, Graben- und Tümpelstrukturen im Bruch, die sich vom geplanten Kranichwoog im Osten bis zur westlichen Peripherie des Landstuhler Bruchs erstrecken sollen, ist ein umfassendes Naturschutzprojekt, das zusammen mit der Flurbereinigung umgesetzt werden soll. Hier bieten die neuen Flächen des NABU die Möglichkeit, einen Trittstein in dieser vernetzten Biotop-Kette beizusteuern.

Kontakt bei Alfred Klein (06374 1465) und Michael Schröder (06374 991328)

 

tl_files/nabu_weilerbach/bilder/voegel/Wiesenpieper_768_Alex_Weis.jpg

 

SNU       Glücksspirale

Zurück