Vogelbeobachtung auf der Lindener Seiters - Nachlese

Am Sonntag, den 30.08.2026 trafen sich dreizehn interessierte Vogelkundler am Lindener Weg nördlich von Weselberg. Die NABU Gruppe Weilerbach unter der Leitung von Peter Schmidt hatte eingeladen.

Starker Wind sorgte für die Rast einiger Zugvögel.

Vor der Begrüßung konnte schon um 8:00 Uhr das Highlight des Tages, eine männliche Wiesenweihe gesichtet werden. Diese sehr seltene Weihe, verwandt mit dem heimischen Rotmilan brütet in Rheinland-Pfalz nur noch mit wenigen Paaren z. B. in Rheinhessen. 
 

Danach konnte auf einem umgebrochenen Acker ein Steinschmätzer beim Jagen beobachtet werden.

Die Gruppe spazierte auf dem Höhenweg, immer wieder von Baumpiepern begleitet,  in nördlicher Richtung. Dort findet sich die größte hohe Ebene der Sickinger Höhe. Der Platz an dem in 2005 durch Günther Rindchen (t) der erste Mornellregenpfeifer entdeckt wurde. Seither rasten auf etwas über 430m über NN jährlich mehrere dieser Vögel. Die Maximalzahl betrug 13 an einem Tag. Meist finden sich jedoch etwa zwei bis vier meist Männchen oder Jungvögel auf den bearbeiteten Äckern.

Peter von der NABU Gruppe Zweibrücken berichtet, dass die Hochfläche 2013 als wertvoller Rastplatz anerkannt wurde.

Dankenswerter Weise werden seither vereinbarte Äcker wechselweise Anfang August durch die Landwirte für Mornellregenpfeifer vorbereitet.

„Gesucht haben wir den Mornellregenpfeifer und gefunden wurde die Wiesenweihe, Rohrweihe, Rotmilane, Steinschmätzer, Baumpieper, Sperber“, und viele mehr resümiert Mike,  ein begeisterter Teilnehmer aus Pirmasens.

„Dieser Teil der Sickinger Höhe kann tatsächlich als wertvolles Kleinod der Sickinger Höhe angesehen werden“, schließt Peter Schmidt (NABU Weilerbach) die zweistündige Tour.

 

Text: Peter Schmidt

<< Zurück